Halder | Nachfolge und Wachstum für den Mittelstand

Halder | Nachfolge und Wachstum für den Mittelstand

VAG-Armaturen GmbH

Geschäftsfeld
Armaturen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft
Umsatz
€ 131 Mio. (2010)
Beteiligung
2008, MBO
Verkauf
2011

Was braucht ein Mittelständler, um zur internationalen Spitze vorzustoßen? Zum Beispiel neue Ideen und Freiraum für einen Richtungswechsel. Das Gründungsjahr 1872 von VAG Armaturen verweist auf Tradition und eine etablierte Marktposition, aber zu Beginn des 21. Jahrhunderts musste das zur IWKA-Gruppe gehörende Unternehmen aufgerüttelt werden: Ab 2001 verfolgte Robert Fellner-Feldegg mit einem neuen Managementteam eine Turnaroundstrategie, um den überwiegend in Westeuropa aktiven Anbieter von Armaturen für Wasserversorger auf rentables Wachstum auszurichten. Kostensenkungen durch Internationalisierung der Produktion, Optimierung des Produktangebots und neue Vertriebskonzepte funktionierten so gut, dass IWKA den Anlagenbauer 2004 mit einem MBO verselbständigen konnte.

2008 übernahmen Halder als Lead-Investor mit AlpInvest und GIMV die Kapitalmehrheit von VAG. Die erfolgreiche Geschäftsführung arbeitet weiter und hält 14% der Anteile. Manager der wichtigen Produktionsstandorte in China und Tschechien wurden in die Beteiligung einbezogen.

In der Wasser- und Abwasserwirtschaft liegt das Potenzial vor allem in den Infrastrukturinvestitionen aufstrebender Märkte in Asien, Südamerika und im Mittleren Osten. Dort wollte VAG gegenüber z. T. größeren Wettbewerbern mit wettbewerbsfähigen Produktionsstrukturen, einer größeren Vertriebsorganisation und einem guten Standing als innovativer Problemlöser Marktanteile gewinnen. Als Ergänzung der Vertriebsstrategie waren umfangreiche Investitionen zum Ausbau von Produktion und Logistik vorgesehen.

Neben der Modernisierung von Standorten in Deutschland und der Tschechischen Republik lag der Schwerpunkt des € 38 Mio. umfassenden Investitionsprogramms auf dem Bau neuer Werke in China und Indien, um den steigenden Bedarf aus Projekten zum Ausbau der Wasserversorgung in Asien abzudecken. In China, dem derzeit wichtigsten Auslandsmarkt von VAG, wurde 2009 bereits das zweite Werk in Betrieb genommen. Zum 30. Juni 2011 erreichte VAG einen Umsatz von rund € 140 Mio. für die abgelaufenen 12 Monate, der Anteil des internationalen Geschäfts war seit 2007 von 56% auf 65% gestiegen. Das Unternehmen beschäftigte 1.200 Mitarbeiter, davon 75% außerhalb von Deutschland. 2011 erfolgte der Verkauf an Rexnord LLC, Wisconsin/USA.

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